Goethe B2 Sprechen Teil 1: Siezen oder Duzen bei der Arbeit

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Siezen oder Duzen bei der Arbeit – Goethe B2 Sprechen Teil 1

Vortrag: Siezen oder Duzen bei der Arbeit

Guten Tag, meine Damen und Herren.
Ich begrüße Sie ganz herzlich zu meinem Vortrag.
Das Thema meines heutigen Vortrags lautet „Siezen oder Duzen bei der Arbeit“.
Ich möchte überlegen, wie die Anrede das Miteinander im Beruf beeinflusst und weshalb
für mich Respekt wichtiger ist als die gewählte Form.

Beim Siezen spricht man andere mit „Sie“ und meist mit dem Nachnamen an. Das ist in
vielen Unternehmen gegenüber Kunden, Vorgesetzten oder neuen Kolleginnen üblich. Beim
Duzen verwendet man „du“ und häufig den Vornamen. In manchen Firmen gilt das Du für
alle, vom Praktikanten bis zur Geschäftsleitung. Welche Form passend ist, hängt auch von
der Branche, der Unternehmenskultur und der Situation ab.

Ein Vorteil des Siezens besteht darin, dass es höflich und professionell wirken kann.
Gerade beim ersten Kontakt schafft es eine gewisse respektvolle Distanz. Auf der anderen
Seite kann diese Distanz Gespräche unnötig steif machen. Das Du erleichtert manchen
Menschen den Austausch und kann ein Gefühl von Gleichberechtigung vermitteln. Allerdings
bedeutet eine lockere Anrede nicht automatisch, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen
werden. Problematisch wird es, wenn jemand zum Du gedrängt wird, obwohl er sich damit
unwohl fühlt.

Innerhalb eines vertrauten Teams finde ich das Du besser, weil es den persönlichen
Austausch erleichtern kann. Bei einem ersten beruflichen Kontakt würde ich dagegen
zunächst siezen. Wenn die andere Person das Du anbietet und es für beide angenehm ist,
kann man wechseln. Innerhalb eines Teams sollte die Regel klar sein, damit niemand
rätseln muss. Besonders wichtig ist mir, dass Respekt unabhängig von der Anrede gezeigt
wird. Man kann sehr freundlich siezen und sehr unhöflich duzen – oder umgekehrt.

Ein typischer Fall ist der erste Tag in einem neuen Team. Manche Kollegen stellen sich
sofort mit Vornamen vor, andere bleiben zunächst beim Nachnamen. Statt zu raten, kann
man freundlich nachfragen, welche Anrede üblich ist. Wenn Kunden anwesend sind, gelten
möglicherweise andere Regeln als im internen Gespräch. Eine kurze Erklärung durch das
Team macht den Einstieg für neue Mitarbeitende leichter.

Zusammenfassend kann man sagen, dass beide Formen ihre Berechtigung haben. Entscheidend
sind gegenseitiges Einverständnis und ein respektvoller Umgang. Vielen Dank fürs
Zuhören.

Aufgabenstellungen im Buch

Die Aufgabenstellungen findest du in diesem Buch:
👉 Werkstatt B2 – Lehrbuch: Training zur Prüfung Zertifikat B2

Vorträge hören und mitlesen

In diesem Video kannst du die Vorträge hören und mitlesen:
Werkstatt B2 | Sprechen Teil 1: 40 Themen – so hältst du deinen Vortrag!

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