
Du möchtest Goethe B1 Lesen Teil 1 gezielt üben? Hier findest du 30 vollständige, interaktive Modelle mit persönlichen Blogtexten und je sechs Aussagen. Du entscheidest bei jeder Aussage zwischen „Richtig“ und „Falsch“ und bekommst danach sofort eine Auswertung mit einer kurzen Begründung. Insgesamt stehen dir 180 Fragen zur Verfügung.
Die Texte und Fragen sind eigens für diese Sammlung geschrieben. Sie orientieren sich am Aufbau des Goethe-Zertifikat B1, ohne offizielle Prüfungsaufgaben zu übernehmen. Jedes Modell enthält außerdem ein gelöstes Beispiel. Plane ungefähr zehn Minuten für einen Durchgang ein und lies danach die Begründungen in Ruhe.
So übst du Richtig oder Falsch
Lies den Blogtext zunächst vollständig. Achte besonders darauf, wer etwas tut, wann ein Ereignis stattfindet und warum sich ein Plan ändert. Vergleiche anschließend jede Aussage mit der passenden Stelle im Text. Wörter wie „nur“, „schon“ und „erst“ können eine Aussage verändern. Wenn du unsicher bist, suche nicht bloß nach gleichen Wörtern: Prüfe, ob die Bedeutung wirklich übereinstimmt.
Die Modelle lassen sich einzeln öffnen. Du kannst mit einem leichten Durchgang beginnen oder direkt einen bestimmten Text auswählen. Nach dem Prüfen kannst du denselben Durchgang zurücksetzen und erneut bearbeiten. Weitere Materialien findest du in der Kategorie Goethe Zertifikat B1.
Goethe-Zertifikat B1 Lesen Teil 1: 30 interaktive Übungsmodelle. Jedes Modell enthält einen persönlichen Blogtext, ein gelöstes Beispiel und sechs Aussagen. Entscheide bei jeder Aussage: richtig oder falsch. Für ein Modell kannst du etwa zehn Minuten einplanen. Die Texte und Aufgaben wurden eigens für diese Übung verfasst; es handelt sich nicht um offizielle Prüfungsaufgaben.
So bearbeitest du Lesen Teil 1
- Lies zuerst den ganzen Blogtext und beachte Personen, Zeiten und Gründe.
- Lies jede Aussage genau. Ein Wort wie „nur“, „schon“ oder „erst“ kann die Bedeutung ändern.
- Wähle „Richtig“ oder „Falsch“ und prüfe danach deine Antworten. Zu jeder Aussage erhältst du eine kurze Begründung.
30 Modelle auswählen
Modell 1: Ein Wochenende ohne Handy
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Wochenende ohne Handy
Am Freitagabend fiel mein Handy plötzlich aus. Der Bildschirm blieb schwarz, obwohl der Akku noch voll war. Zuerst ärgerte ich mich, denn ich wollte meiner Freundin eine Nachricht schicken. Mein Bruder bot mir sein altes Gerät an, aber ich entschied mich, bis Montag ohne Handy auszukommen. Für wichtige Anrufe konnte ich das Festnetz meiner Eltern benutzen.
Am Samstag fuhr ich mit dem Zug zu meiner Freundin. Weil ich unterwegs keine Nachrichten lesen konnte, nahm ich ein Buch mit. Der Zug hatte zwanzig Minuten Verspätung. Deshalb fragte ich einen Mitarbeiter nach der neuen Ankunftszeit. Meine Freundin wartete schon am Bahnhof; sie hatte die Verspätung auf der Anzeigetafel gesehen. Wir gingen anschließend in ein kleines Café und unterhielten uns lange.
Unterwegs merkte ich noch etwas anderes: Ohne ständige Hinweise auf dem Bildschirm achtete ich mehr auf die Menschen um mich herum. Im Zug hörte ich, wie zwei Reisende über ein Stadtfest sprachen. Früher hätte ich das vielleicht gar nicht bemerkt. Am Abend erzählte ich meiner Freundin davon, und sie zeigte mir ein Foto von dem Fest. So fehlte mir das Handy weniger, als ich zunächst befürchtet hatte.
Am Sonntag machte ich mit meinem Bruder einen Spaziergang. Normalerweise fotografiere ich dabei alles. Diesmal schaute ich genauer hin und bemerkte einen neuen Weg am Fluss. Am Montag ließ ich das Handy reparieren. Seitdem lege ich es abends öfter weg. Ganz auf das Gerät verzichten möchte ich aber nicht: Fahrpläne und Nachrichten sind im Alltag sehr praktisch.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Das Handy funktionierte am Freitagabend nicht mehr. — Richtig
1. Der Akku des Handys war leer.
2. Der Bruder bot der Person im Text sein altes Handy an.
3. Für wichtige Anrufe konnte die Person im Text das Telefon ihrer Eltern benutzen.
4. Die Freundin erfuhr am Bahnhof von der Zugverspätung.
5. Der Spaziergang am Sonntag fand mit der Freundin statt.
6. Nach der Reparatur benutzt die Person im Text ihr Handy überhaupt nicht mehr.
Modell 2: Mein erster Flohmarktstand
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Mein erster Flohmarktstand
Vor einigen Wochen räumte ich meinen Keller auf. Dabei fand ich viele Bücher, Spiele und eine Lampe, die ich seit Jahren nicht benutzt hatte. Wegwerfen wollte ich die Sachen nicht. Meine Nachbarin erzählte mir von einem Flohmarkt im Stadtpark und schlug vor, zusammen einen Stand zu mieten. Die Anmeldung kostete zwölf Euro pro Person.
Am Samstag trafen wir uns schon um sieben Uhr. Wir trugen zwei Tische in den Park und stellten die Waren ordentlich auf. Das Wetter war kühl, aber trocken. Besonders schnell verkauften sich die Kinderbücher. Für die alte Lampe interessierten sich mehrere Besucher, doch zunächst wollte niemand meinen Preis bezahlen. Kurz vor Schluss gab ich sie einem Studenten für etwas weniger Geld. Er erklärte, dass sie perfekt auf seinen Schreibtisch passe.
Am Stand sprach ich mit vielen Leuten über die Gegenstände. Ein älterer Mann erzählte, dass er als Kind eines meiner Spiele besessen hatte. Er kaufte es nicht, blieb aber lange stehen. Meine Nachbarin hatte eine Thermoskanne Kaffee mitgebracht, die wir in einer ruhigen Stunde tranken. Solche kleinen Gespräche machten den Tag für mich fast interessanter als die Verkäufe.
Insgesamt verdiente ich 48 Euro. Reich wurde ich also nicht, aber der Keller ist jetzt wieder übersichtlich. Meine Nachbarin hatte weniger verkauft und nahm mehrere Kartons zurück nach Hause. Trotzdem wollen wir im Herbst wiederkommen. Dann werde ich die Preise vorher auf kleine Karten schreiben. Beim ersten Mal musste ich dieselben Fragen nämlich sehr oft beantworten.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text fand im Keller Dinge, die sie nicht mehr benutzte. — Richtig
1. Der Flohmarkt fand in einer Sporthalle statt.
2. Für den Stand zahlte jede Person zwanzig Euro.
3. Am Samstag regnete es stark.
4. Die Lampe wurde zum zuerst verlangten Preis verkauft.
5. Die Nachbarin brachte unverkaufte Sachen wieder nach Hause.
6. Die Person im Text möchte beim nächsten Mal Preise aufschreiben, um weniger Fragen beantworten zu müssen.
Modell 3: Ein neuer Weg zur Arbeit
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein neuer Weg zur Arbeit
Seit fünf Jahren fahre ich mit dem Auto ins Büro. Die Strecke ist kurz, aber morgens stehe ich oft im Stau. Im letzten Monat wurde außerdem die Straße vor unserem Haus gesperrt. Deshalb probierte ich einen anderen Weg: mit dem Fahrrad zum Bahnhof und von dort mit der S-Bahn in die Innenstadt. Die Fahrtkarte bezahlte zunächst meine Firma.
Am ersten Tag hatte ich Sorge, den Zug zu verpassen. Ich fuhr sehr früh los und musste dann zwölf Minuten auf dem Bahnsteig warten. Im Zug konnte ich in Ruhe Zeitung lesen. Vom Bahnhof bis zum Büro sind es nur fünf Minuten zu Fuß. Insgesamt brauchte ich kaum länger als mit dem Auto. Nur bei starkem Regen war der Weg zum Bahnhof unangenehm.
Für die neue Strecke musste ich meinen Morgen etwas anders planen. Das Fahrrad stellte ich an einem Platz direkt neben dem Bahnhof ab. Einmal vergaß ich meine Regenjacke und kam mit nassen Ärmeln im Büro an. Daraufhin legte ich eine leichte Jacke in meine Tasche. Nach einigen Tagen kannte ich die Abfahrtszeiten bereits auswendig und musste seltener auf die Uhr sehen.
Nach zwei Wochen entschied ich mich für ein Monatsticket. Meine Firma übernimmt davon die Hälfte. Das Auto bleibt jetzt meistens zu Hause; für große Einkäufe benutze ich es weiterhin. Besonders gefällt mir, dass ich nach der Arbeit nicht mehr nach einem Parkplatz suchen muss. Eine Kollegin möchte den neuen Weg ebenfalls ausprobieren und fährt nächste Woche einmal mit mir mit.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Früher fuhr die Person im Text mit dem Auto ins Büro. — Richtig
1. Die Straße vor dem Haus wurde gesperrt.
2. Die Person im Text fährt mit dem Fahrrad bis ins Büro.
3. Am ersten Tag musste sie auf den Zug warten.
4. Der Fußweg vom Bahnhof zum Büro dauert fünf Minuten.
5. Die Firma bezahlt die Hälfte des Monatstickets.
6. Die Person im Text hat ihr Auto verkauft, weil sie es nicht mehr braucht.
Modell 4: Kochen für die Nachbarn
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Kochen für die Nachbarn
In unserem Haus wohnen Menschen aus vielen Ländern. Trotzdem kannten wir lange nur die Namen an den Wohnungstüren. Als im Frühjahr der Aufzug ausfiel, trafen wir uns öfter im Treppenhaus. Meine Nachbarin Samira hatte die Idee, einmal gemeinsam zu kochen. Acht Personen meldeten sich für den ersten Abend an.
Wir verabredeten uns für Freitag in der großen Küche im Erdgeschoss. Jeder brachte eine Zutat mit. Ich wollte Brot backen, aber mein Teig ging nicht auf. Zum Glück hatte Samira genug Reis gekocht. Ein anderer Nachbar bereitete einen Salat zu, und eine ältere Dame brachte einen Nachtisch. Wir aßen erst um halb neun, weil zwei Gäste länger arbeiten mussten. Das Warten störte niemanden; wir tauschten inzwischen Rezepte aus.
Vor dem Kochen hatten wir kurz überlegt, ob wir feste Aufgaben verteilen sollten. Schließlich entschieden wir, dass jeder dort hilft, wo gerade Arbeit anfällt. Das funktionierte besser als erwartet. Während Samira den Reis vorbereitete, schnitt ich Gemüse für den Salat. Ein Nachbar holte zusätzliche Teller aus einem Schrank. Niemand musste den ganzen Abend allein in der Küche stehen.
Am Ende räumten alle zusammen auf. Der Abend war so angenehm, dass wir uns einen Monat später erneut trafen. Diesmal kamen auch drei Kinder mit. Seitdem hängt im Hausflur eine Liste: Wer Hilfe oder eine Zutat braucht, kann dort eine Nachricht schreiben. Ich habe auf diesem Weg sogar jemanden gefunden, der mir beim Reparieren meines Fahrrads half.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Bewohner des Hauses kannten sich anfangs kaum. — Richtig
1. Samira schlug das gemeinsame Kochen vor.
2. Beim ersten Treffen waren zehn Personen angemeldet.
3. Das Brot der Person im Text gelang gut.
4. Die Gruppe begann später mit dem Essen, weil zwei Gäste arbeiten mussten.
5. Die Küche befand sich im Erdgeschoss.
6. Die Liste im Hausflur wird ausschließlich für Kochrezepte benutzt.
Modell 5: Ein Kurs mit Überraschung
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Kurs mit Überraschung
Zum Geburtstag schenkte mir mein Vater einen Kurs im Töpfern. Ich hatte mir eigentlich einen Kochkurs gewünscht, wollte das Geschenk aber ausprobieren. An einem Dienstagabend ging ich zum ersten Mal in die Werkstatt. Die Kursleiterin erklärte uns, wie man den Ton vorbereitet. Danach durften wir selbst arbeiten.
Mein erster Versuch sollte eine kleine Schale werden. Der Rand war jedoch schief, und beim zweiten Versuch wurde der Boden zu dünn. Eine Teilnehmerin neben mir zeigte mir, wie ich meine Hände halten konnte. Beim dritten Versuch klappte es deutlich besser. Nach zwei Stunden war die Schale fertig geformt, aber ich durfte sie noch nicht mitnehmen: Sie musste erst trocknen und gebrannt werden.
Die Werkstatt roch nach feuchtem Ton, und auf einem Regal standen viele Arbeiten früherer Kurse. Manche waren sehr groß und bunt. Ich war überrascht, wie unterschiedlich die Schalen der anderen Teilnehmer aussahen, obwohl wir dieselbe Aufgabe hatten. Die Kursleiterin erklärte, dass kleine Fehler oft zum eigenen Stil gehören. Das machte mir Mut, meinen schiefen ersten Versuch nicht zu ernst zu nehmen.
Eine Woche später kam ich zurück und bemalte sie blau. Wieder musste ich einige Tage warten. Als ich die fertige Schale schließlich abholte, war sie kleiner als erwartet, aber ich war stolz darauf. Jetzt liegt mein Haustürschlüssel darin. Ich habe mich sogar für einen zweiten Kurs angemeldet. Meinem Vater erzählte ich, dass er mit seinem Geschenk zufällig genau das Richtige getroffen hatte.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Der Vater schenkte der Person im Text einen Töpferkurs. — Richtig
1. Ursprünglich hatte sich die Person im Text einen Kochkurs gewünscht.
2. Der Kurs begann an einem Montagabend.
3. Schon der erste Versuch ergab eine gerade Schale.
4. Eine andere Teilnehmerin gab der Person im Text einen Tipp.
5. Die Schale konnte direkt nach dem Formen mit nach Hause genommen werden.
6. Am Ende war die Person im Text mit dem unerwarteten Geschenk zufrieden.
Modell 6: Die Bibliothek am Abend
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Die Bibliothek am Abend
Für eine Prüfung musste ich im Juni viel lernen. Zu Hause war es schwierig: Meine Mitbewohnerin telefonierte oft, und vor dem Fenster wurde gebaut. Deshalb ging ich in die Stadtbibliothek. Sie hatte seit Kurzem auch dienstags und donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Am Schalter bekam ich einen kostenlosen Bibliotheksausweis.
Zuerst setzte ich mich in den großen Lesesaal. Dort war es ruhig, aber alle Plätze am Fenster waren besetzt. Später entdeckte ich im zweiten Stock kleine Arbeitsplätze. Ich konnte dort meinen Laptop anschließen und eine kurze Pause machen, ohne meine Bücher mitnehmen zu müssen. Getränke waren nur im Eingangsbereich erlaubt. Das fand ich zunächst unpraktisch, gewöhnte mich aber schnell daran.
In der Bibliothek lernte ich auch, meine Pausen besser einzuteilen. Nach einer Stunde stand ich auf, ging ein paar Schritte und holte mir im Eingangsbereich Wasser. Danach konnte ich mich wieder konzentrieren. Eine Mitarbeiterin half mir einmal, ein passendes Sachbuch zu finden. Es stand nicht bei den Büchern, die ich zuerst durchsucht hatte, und war für meine Vorbereitung sehr nützlich.
In den nächsten Wochen ging ich fast jeden Dienstagabend hin. Donnerstags hatte ich einen Sprachkurs und konnte deshalb nicht in die Bibliothek gehen. Die Prüfung bestand ich schließlich. Seitdem besuche ich die Bibliothek auch ohne Lernplan: Letzten Samstag lieh ich mir einen Reiseführer aus. Im Herbst möchte ich vielleicht an einer kostenlosen Lesung teilnehmen, die dort regelmäßig stattfindet.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Zu Hause konnte die Person im Text nur schwer lernen. — Richtig
1. Vor dem Fenster der Wohnung gab es Bauarbeiten.
2. Dienstags schließt die Bibliothek bereits um 18 Uhr.
3. Der Bibliotheksausweis kostete nichts.
4. Getränke waren an den Arbeitsplätzen im zweiten Stock erlaubt.
5. Donnerstags besuchte die Person im Text einen Sprachkurs.
6. Nach der Prüfung hatte die Person im Text keinen Grund mehr, die Bibliothek zu besuchen.
Modell 7: Mein erster Garten auf dem Balkon
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Mein erster Garten auf dem Balkon
Als ich in meine neue Wohnung zog, war der Balkon völlig leer. Für einen großen Garten fehlte mir die Zeit, aber ein paar Pflanzen wollte ich haben. Im April kaufte ich zwei Kästen, Erde und Samen für Radieschen. Meine Mutter gab mir außerdem einen kleinen Topf mit Kräutern. Sie erinnerte mich daran, dass der Balkon am Nachmittag sehr sonnig wird.
Anfangs goss ich die Pflanzen jeden Abend. Nach einer Woche regnete es jedoch fast täglich, und ich bemerkte, dass die Erde noch nass war. Ich ließ das Gießen deshalb für einige Tage aus. Die Radieschen wuchsen trotzdem gut. Nur die Kräuter standen zu nah an der Wand und bekamen weniger Licht. Ich stellte sie auf einen anderen Platz.
Ich beobachtete jeden Morgen, ob sich an den Pflanzen etwas verändert hatte. Als die ersten grünen Blätter erschienen, machte ich ein Foto für meine Mutter. Sie gab mir den Rat, die Kästen nicht zu dicht zu bepflanzen. Ich entfernte einige kleine Pflanzen und gab sie einer Freundin. Auf ihrem Balkon wachsen sie jetzt ebenfalls. So wurde aus meinem kleinen Versuch sogar ein gemeinsames Gesprächsthema.
Im Juni erntete ich die ersten Radieschen. Einige waren klein, aber sie schmeckten frisch. Ich machte daraus zusammen mit den Kräutern einen Salat. Eine Nachbarin brachte Brot dazu. Im nächsten Jahr möchte ich auch Tomaten pflanzen. Zuerst werde ich mich aber erkundigen, welche Sorten auf einem sonnigen Balkon gut wachsen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text wollte Pflanzen auf ihrem Balkon haben. — Richtig
1. Die Samen für die Radieschen kaufte die Person im Text erst im Juni.
2. Den Kräutertopf kaufte sie zusammen mit den Kästen.
3. Während der regnerischen Woche goss sie weiter jeden Abend.
4. Die Kräuter wurden umgestellt, damit sie mehr Licht bekamen.
5. Im Juni erntete sie Tomaten.
6. Bevor sie Tomaten pflanzt, will sie Informationen über passende Sorten einholen.
Modell 8: Eine Reise mit dem Nachtzug
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Eine Reise mit dem Nachtzug
Für den Besuch bei meiner Schwester in Wien buchte ich zum ersten Mal einen Nachtzug. Ein Flug wäre kürzer gewesen, aber ich wollte morgens direkt in der Stadt ankommen. Weil die Liegewagen schon ausgebucht waren, reservierte ich einen Sitzplatz. Ich nahm eine Decke und ein kleines Kissen mit.
Der Zug fuhr um 22 Uhr ab. In meinem Abteil saßen noch zwei Reisende. Wir sprachen zunächst über unsere Reisepläne, dann wurde es ruhig. Ich schlief nicht besonders gut, weil der Zug mehrmals hielt. Gegen sechs Uhr sah ich aus dem Fenster und entdeckte die ersten Häuser von Wien. Der Zug kam eine Viertelstunde später als geplant an. Meine Schwester hatte mir vorher erklärt, welche Straßenbahn ich vom Bahnhof nehmen sollte.
Vor der Reise hatte ich gelesen, dass es im Nachtzug einen kleinen Bereich für Getränke gibt. Ich nahm trotzdem eine Flasche Wasser und ein belegtes Brot mit. Das war praktisch, denn nachts wollte ich meinen Sitzplatz nicht lange verlassen. Einer der Mitreisenden hatte Ohrstöpsel dabei und empfahl sie mir für die nächste Fahrt. Ich merkte mir den Hinweis für die Rückfahrt.
Nach dem Frühstück in ihrer Wohnung machten wir einen Spaziergang. Ich war müde, aber froh, dass ich nicht zum Flughafen fahren musste. Für die Rückfahrt buchte ich diesmal früh genug einen Liegeplatz. Er kostete mehr als der Sitzplatz, doch ich hoffte auf besseren Schlaf. Die nächste Nacht verlief tatsächlich ruhiger.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text besuchte ihre Schwester in Wien. — Richtig
1. Für die Hinfahrt reservierte die Person im Text einen Sitzplatz.
2. Der Zug startete um 20 Uhr.
3. Die Person im Text schlief auf der Hinfahrt sehr gut.
4. Die Schwester erklärte ihr vor der Ankunft den Weg mit der Straßenbahn.
5. Der Zug erreichte Wien eine Viertelstunde später als geplant.
6. Die Person im Text gab für die Rückfahrt mehr Geld aus, um bequemer schlafen zu können.
Modell 9: Hilfe beim Umzug
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Hilfe beim Umzug
Meine Freundin Lara zog letzten Monat in eine neue Wohnung. Sie bat mich, am Samstag beim Tragen der Möbel zu helfen. Ich sagte gern zu, konnte aber erst ab zehn Uhr kommen, weil ich vorher arbeiten musste. Lara und ihr Bruder hatten die meisten Kartons bereits am Freitag gepackt.
Als ich ankam, stand der Transporter vor dem Haus. Wir trugen zuerst die leichten Kartons hinunter und danach ein großes Regal. Das Regal passte nicht durch die Wohnungstür. Laras Bruder schraubte deshalb die Seitenteile ab. Danach konnten wir es problemlos einladen. Die neue Wohnung lag nur drei Straßen entfernt. Trotzdem mussten wir zweimal fahren, weil nicht alles auf einmal in den Transporter passte.
Beim Einladen achteten wir darauf, schwere Kartons unten und leichte oben zu stapeln. Lara hatte die Räume auf den Kartons notiert, damit später alles schnell am richtigen Platz stand. Das half besonders bei den Büchern, von denen sie sehr viele besitzt. Im Treppenhaus der neuen Wohnung war es eng, aber niemand beschwerte sich. Eine Bewohnerin hielt uns sogar die Haustür offen.
Am Nachmittag bauten wir das Regal wieder auf. Lara wollte die Küche sofort einrichten, aber wir waren zu müde. Wir bestellten etwas zu essen und planten, am Sonntag weiterzumachen. Am nächsten Morgen schrieb Lara, dass ihr neuer Nachbar bereits beim Anschließen der Waschmaschine geholfen hatte. Ich kam noch einmal vorbei und sortierte mit ihr die Bücher. Am Abend sah die Wohnung schon viel gemütlicher aus.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Lara zog in eine andere Wohnung. — Richtig
1. Die Person im Text konnte am Samstag erst ab zehn Uhr helfen.
2. Lara und ihr Bruder packten die meisten Kartons erst am Samstag.
3. Das Regal musste teilweise auseinandergebaut werden.
4. Für den Transport reichte eine Fahrt aus.
5. Am Samstag richteten alle noch die Küche vollständig ein.
6. Der neue Nachbar half schon, bevor die Person im Text am Sonntag wiederkam.
Modell 10: Ein Konzert im Regen
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Konzert im Regen
Meine Kollegin schenkte mir zwei Karten für ein Konzert im Freien. Die Band kannte ich kaum, aber meine Cousine hörte ihre Musik gern. Deshalb lud ich sie ein. Wir trafen uns am Samstag eine Stunde vor Beginn am Eingang des Parks. Der Himmel war grau, und wir kauften vorsichtshalber einfache Regenjacken.
Während der ersten Lieder blieb es trocken. Später begann es leicht zu regnen. Viele Besucher stellten sich unter die Bäume; wir blieben vor der Bühne, weil wir von dort gut sehen konnten. Die Band machte nach einer Stunde eine kurze Pause. In dieser Zeit tranken wir heißen Tee. Meine Cousine erklärte mir, welches Lied sie besonders mochte. Genau dieses Lied spielte die Band zum Schluss.
Vor dem Konzert hatten wir uns die Liederliste nicht angesehen. Meine Cousine wollte überrascht werden und erzählte mir nur wenig über die Band. Zwischen zwei Liedern sprach die Sängerin mit dem Publikum und bedankte sich für die gute Stimmung trotz des Wetters. Ich verstand nun, warum meine Cousine so gern zu ihren Auftritten geht: Die Musik wirkte live ganz anders als auf einer Aufnahme.
Auf dem Rückweg regnete es stärker. Wir mussten zwanzig Minuten auf den Bus warten, waren aber guter Laune. Am nächsten Tag hörte ich mir einige Lieder der Band noch einmal an. Für meine Cousine war es ein bekanntes Programm gewesen; für mich war fast alles neu. Wir beschlossen, bei einem nächsten Konzert früher Karten zu kaufen und einen Platz mit Dach zu suchen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text bekam zwei Konzertkarten geschenkt. — Richtig
1. Das Konzert fand im Freien statt.
2. Die Cousine hörte die Musik der Band zum ersten Mal.
3. Die beiden kauften Regenjacken vor dem Konzert.
4. Als es regnete, gingen die beiden sofort unter die Bäume.
5. Nach dem Konzert kam der Bus sofort.
6. Das Konzert weckte bei der Person im Text Interesse an einer zuvor wenig bekannten Band.
Modell 11: Der verlorene Schlüssel
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Der verlorene Schlüssel
Nach dem Schwimmen wollte ich am Mittwoch meine Wohnung aufschließen, aber mein Schlüssel war nicht in der Tasche. Ich suchte zuerst zwischen meinen Sportsachen. Dann rief ich im Schwimmbad an. Dort hatte niemand einen Schlüssel abgegeben. Mein Mitbewohner war noch bei der Arbeit und konnte frühestens in zwei Stunden kommen.
Ich ging zurück zum Schwimmbad. Die Mitarbeiterin an der Kasse erlaubte mir, in der Umkleide nachzusehen. Unter einer Bank fand ich nur eine Münze. Auf dem Heimweg erinnerte ich mich plötzlich: Vor dem Schwimmen hatte ich kurz beim Bäcker gehalten und den Schlüssel auf den Tresen gelegt, um zu bezahlen. Der Bäcker hatte ihn tatsächlich gefunden und hinter der Kasse aufbewahrt.
Während der Suche hatte ich schon überlegt, wie teuer ein neuer Schlüssel werden könnte. Besonders unangenehm wäre es gewesen, wenn auch das Schloss hätte ausgetauscht werden müssen. Nach dem Besuch beim Bäcker begegnete mir vor dem Haus eine Nachbarin. Sie fragte, warum ich zweimal an ihr vorbeigelaufen war. Ich erzählte ihr von meiner Suche und zeigte ihr den Schlüssel, den ich zum Glück wiederhatte.
Als ich zu Hause ankam, war mein Mitbewohner noch nicht zurück. Ich schrieb ihm eine Nachricht, damit er sich keine Sorgen machte. Am Abend brachte ich dem Bäcker eine kleine Packung Tee als Dank. Seitdem stecke ich meinen Schlüssel sofort in ein festes Fach meiner Tasche. Am nächsten Tag kontrollierte ich vor dem Schwimmen trotzdem zweimal, ob er noch dort war.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text suchte nach ihrem Wohnungsschlüssel. — Richtig
1. Der Mitbewohner war zu diesem Zeitpunkt bei der Arbeit.
2. Im Schwimmbad wurde ein Schlüssel abgegeben.
3. In der Umkleide fand die Person im Text eine Münze.
4. Der Bäcker brachte den Schlüssel zum Schwimmbad.
5. Der Mitbewohner musste früher von der Arbeit nach Hause kommen, um die Tür zu öffnen.
6. Das Erlebnis führte dazu, dass die Person im Text ihren Schlüssel nun immer in dasselbe Fach der Tasche steckt.
Modell 12: Ein Tag als Helfer im Tierheim
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Tag als Helfer im Tierheim
Ich mag Hunde, hatte aber noch nie Zeit für ein eigenes Tier. Eine Freundin erzählte mir, dass das Tierheim am Stadtrand freiwillige Helfer sucht. Ich meldete mich für einen Samstag an. Vor meinem ersten Besuch musste ich ein kurzes Gespräch mit einer Mitarbeiterin führen. Sie erklärte mir die Regeln und zeigte mir die Räume.
Am Vormittag half ich zunächst beim Reinigen der Näpfe. Danach durfte ich mit einem ruhigen Hund spazieren gehen. Die Mitarbeiterin begleitete uns, denn ich kannte das Tier noch nicht. Der Hund blieb meistens neben mir stehen und schnupperte an jeder Ecke. Wir waren deshalb langsamer unterwegs als geplant. Nach dem Spaziergang füllte ich die Wassernäpfe auf.
Das Tierheim war größer, als ich erwartet hatte. In einem Raum wurden Katzen versorgt, in einem anderen warteten Hunde auf ihre Spaziergänge. Die Mitarbeiterin erklärte, dass jeder Helfer zuerst die Tiere kennenlernen muss. Sie achtet darauf, welches Tier zu welcher Person passt. Ich fand das sinnvoll, denn ein aufgeregter Hund wäre für meinen allerersten Einsatz vielleicht zu schwierig gewesen.
Am Nachmittag wollten weitere Besucher mit den Hunden hinaus. Ich half stattdessen beim Sortieren gespendeter Decken. Einige waren für die Tiere zu groß und wurden später zugeschnitten. Am Ende war ich müde, aber zufrieden. Die Mitarbeiterin fragte, ob ich im nächsten Monat wiederkommen möchte. Ich sagte zu, obwohl ich weiterhin kein eigenes Haustier plane. So kann ich trotzdem regelmäßig Zeit mit Tieren verbringen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text meldete sich für freiwillige Arbeit im Tierheim. — Richtig
1. Das Tierheim liegt am Stadtrand.
2. Die Regeln wurden erst nach dem Spaziergang erklärt.
3. Beim Spaziergang war die Person im Text allein mit dem Hund.
4. Am Nachmittag ging sie mit einem zweiten Hund spazieren.
5. Die Person im Text sagte für den nächsten Monat ab, weil sie keinen eigenen Hund halten will.
6. Auf dem Spaziergang kam die Person im Text langsamer voran als geplant, weil der Hund oft stehen blieb.
Modell 13: Eine Geburtstagsfeier mit Planänderung
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Eine Geburtstagsfeier mit Planänderung
Für meinen dreißigsten Geburtstag hatte ich einen Grillabend im Hof geplant. Zehn Freunde hatten zugesagt. Zwei Tage vorher sagte der Wetterbericht starken Wind und Regen voraus. Ich wollte die Feier nicht absagen und fragte im Gemeinschaftsraum unseres Hauses nach. Der Raum war frei, aber ich musste ihn bis zum nächsten Morgen sauber zurückgeben.
Am Samstag stellten wir die Tische drinnen auf. Mein Freund brachte einen großen Topf Suppe mit, weil Grillen nicht möglich war. Ich hatte Brot und Getränke besorgt. Erst gegen Abend begann es tatsächlich zu regnen. Eine Freundin kam etwas später, da ihr Zug ausfiel. Sie brachte trotzdem selbst gebackene Kekse mit. Wir spielten Karten und redeten bis Mitternacht.
Mehrere Freunde fragten, ob sie noch etwas mitbringen sollten. Ich bat sie um Spiele und zusätzliche Teller. So musste ich am Samstag nicht alles allein vorbereiten. Während der Feier erzählte jemand von einem ähnlichen Geburtstag, der wegen Schnee plötzlich in einer Garage stattgefunden hatte. Wir lachten darüber, wie selten ein Plan genau so funktioniert, wie man ihn aufgeschrieben hat.
Am Sonntagmorgen halfen mir drei Gäste beim Aufräumen. Um elf Uhr gab ich den Schlüssel zurück. Der Hausmeister bedankte sich, weil alles sauber war. Die Suppe war fast vollständig aufgegessen, vom Brot blieb jedoch viel übrig. Ich fror es ein. Meine Freunde schlugen vor, den Grillabend im Sommer nachzuholen. Vielleicht machen wir das, aber die Feier im Gemeinschaftsraum war schöner, als ich erwartet hatte.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Geburtstagsfeier sollte zuerst im Hof stattfinden. — Richtig
1. Zehn Freunde hatten für die Feier zugesagt.
2. Der Gemeinschaftsraum war am Samstag besetzt.
3. Ein Freund brachte einen Grill mit, damit sie im Gemeinschaftsraum grillen konnten.
4. Die Freundin mit den Keksen verspätete sich wegen eines Zugausfalls.
5. Der Hausmeister musste den Gemeinschaftsraum nach der Feier selbst reinigen.
6. Trotz des schlechten Wetters war die Person im Text am Ende mit der Feier zufrieden.
Modell 14: Ein Praktikum in der Bäckerei
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Praktikum in der Bäckerei
In den Ferien wollte ich herausfinden, ob mir die Arbeit in einer Bäckerei gefällt. Eine kleine Bäckerei in meiner Straße erlaubte mir ein Praktikum von fünf Tagen. Ich musste morgens um sechs Uhr da sein. Das frühe Aufstehen war schwerer als gedacht, besonders am zweiten Tag.
Zuerst durfte ich nur einfache Aufgaben übernehmen: Bleche tragen, Tüten vorbereiten und Regale auffüllen. Der Bäcker zeigte mir später, wie er Teig für Brötchen formt. Ich durfte es selbst versuchen. Meine Brötchen sahen ungleich aus, aber nach dem Backen schmeckten sie gut. An der Kasse arbeitete ich nicht, weil ich dort noch keine Erfahrung hatte. Stattdessen beobachtete ich, wie freundlich die Verkäuferin auf Fragen der Kunden antwortete.
Hinter dem Verkaufsraum war es deutlich wärmer, und die Luft roch nach frischem Teig. Der Bäcker erklärte mir, warum die Brötchen schon lange vor der Öffnung vorbereitet werden. Manches musste über Nacht ruhen, anderes kam erst kurz vor dem Verkauf in den Ofen. Als die ersten Kunden eintraten, verstand ich, weshalb die Mitarbeiter die frühen Stunden so gut nutzen mussten.
Am letzten Tag nahm ich zwei Brötchen für meine Familie mit. Der Bäcker fragte, ob ich im nächsten Jahr wiederkommen wolle. Ich versprach nichts, denn ich möchte auch andere Berufe kennenlernen. Die Arbeit war interessant, aber anstrengend. Besonders beeindruckt hat mich, wie viele Handgriffe nötig sind, bevor die ersten Kunden überhaupt den Laden betreten.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text machte ein Praktikum in einer Bäckerei. — Richtig
1. Das Praktikum dauerte fünf Tage.
2. Die Person im Text begann täglich erst um neun Uhr morgens.
3. Ihre selbst geformten Brötchen sahen ganz gleichmäßig aus.
4. An der Kasse arbeitete sie während des Praktikums nicht.
5. Die Person im Text hat bereits fest zugesagt, nächstes Jahr wieder in der Bäckerei zu arbeiten.
6. Die Arbeit begann für die Beschäftigten, bevor die Kunden in den Laden kamen.
Modell 15: Musikunterricht für Erwachsene
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Musikunterricht für Erwachsene
Als Kind wollte ich Klavier spielen, doch damals hatten wir zu Hause keinen Platz für ein Instrument. Viele Jahre später entdeckte ich einen Kurs für Erwachsene in der Musikschule. Man konnte dort auf einem Klavier üben, ohne selbst eines zu besitzen. Ich meldete mich für eine Probestunde an.
Die Lehrerin fragte zuerst, welche Musik ich gern höre. Danach zeigte sie mir einige einfache Töne. Meine Hände bewegten sich anfangs nicht so, wie ich wollte. Besonders schwierig war es, mit beiden Händen gleichzeitig zu spielen. Die Lehrerin gab mir eine kurze Übung für zu Hause mit. Ich konnte sie auf einem kleinen elektrischen Keyboard ausprobieren, das mir ein Freund lieh.
Für die Übungen zu Hause suchte ich mir einen festen Zeitpunkt. Oft spielte ich nur zehn Minuten nach dem Abendessen. An manchen Tagen klang selbst die einfachste Melodie falsch. Die Lehrerin sagte, dass das am Anfang normal sei und kurze, regelmäßige Übungen mehr helfen als eine lange Stunde am Wochenende. Dieser Rat nahm mir etwas von dem Druck, schnell perfekt spielen zu müssen.
Nach vier Wochen schaffte ich ein einfaches Lied. Es klang noch langsam, aber ich erkannte die Melodie. Mein Freund hörte zu und sagte, dass ich Fortschritte gemacht hatte. Jetzt gehe ich jeden Mittwoch zum Unterricht. Vor einem Auftritt habe ich noch zu viel Angst; für mich ist das Spielen vor allem eine angenehme Pause nach der Arbeit. Vielleicht ändert sich meine Meinung irgendwann.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text wollte schon als Kind Klavier spielen. — Richtig
1. In der Musikschule kann man auch ohne eigenes Klavier üben.
2. Die Lehrerin fragte zuerst nach früherem Klavierunterricht.
3. Die Person im Text kaufte ein Keyboard für zu Hause.
4. Nach vier Wochen konnte sie ein einfaches Lied spielen.
5. Die Person im Text nimmt Unterricht, um bald öffentlich aufzutreten.
6. Obwohl sie kein eigenes Klavier besitzt, konnte sie in der Musikschule und später auch zu Hause üben.
Modell 16: Ein Fahrrad für zwei
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Fahrrad für zwei
Mein alter Nachbar Herr Weber fährt gern Fahrrad, doch sein eigenes Rad war im letzten Jahr kaputtgegangen. Eine Reparatur hätte fast so viel wie ein neues Rad gekostet. In unserem Haus stand noch ein Fahrrad, das niemand mehr benutzte. Es gehörte einer früheren Bewohnerin, die es vor ihrem Umzug ausdrücklich verschenkt hatte.
Ich überprüfte zuerst Bremsen und Licht. Der hintere Reifen verlor Luft, deshalb brachte ich das Rad in eine Werkstatt. Zwei Tage später konnte ich es abholen. Herr Weber probierte es im Hof aus. Der Sattel war zu hoch, aber wir stellten ihn gemeinsam ein. Am Wochenende fuhren wir eine kurze Runde durch den Park. Ich war zu Fuß unterwegs, weil mein eigenes Fahrrad gerade bei meiner Schwester stand.
Bei einem späteren Ausflug fuhr Herr Weber zunächst nur bis zum nächsten Platz und wieder zurück. Er wollte sicher sein, dass sich die Bremsen gut anfühlen. Später erzählte er mir, dass er nun wieder seinen Lieblingsladen am anderen Ende des Viertels erreicht. Zu Fuß war ihm der Weg zuletzt zu weit gewesen. Für mich war das die schönste Nachricht nach der Reparatur.
Seitdem benutzt Herr Weber das Rad für kleine Einkäufe. Er besteht darauf, es auch anderen Hausbewohnern zu leihen, wenn er es nicht braucht. Im Keller hängt jetzt ein Kalender, auf dem man eine Fahrt eintragen kann. Ich finde die Idee gut. Ein Fahrrad, das früher nur Platz wegnahm, hilft nun mehreren Menschen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Herr Weber hatte früher ein eigenes Fahrrad. — Richtig
1. Das Rad im Haus war von einer früheren Bewohnerin verschenkt worden.
2. Der hintere Reifen war noch in Ordnung.
3. Herr Weber probierte das Rad zuerst im Park aus.
4. Beim ersten Ausflug fuhren beide mit dem Fahrrad durch den Park.
5. Mit dem Fahrrad kann Herr Weber wieder einen Laden erreichen, der ihm zu Fuß zu weit war.
6. Der Kalender im Keller dient dazu, die gemeinsame Nutzung des Rads zu organisieren.
Modell 17: Ein Tag am See
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Tag am See
Im Juli wollten meine Freunde und ich einen Tag am See verbringen. Wir hatten uns am Bahnhof verabredet, weil niemand von uns ein Auto besitzt. Am Morgen bemerkte ich, dass mein Zug wegen Bauarbeiten ausfiel. Ich nahm einen Bus und erreichte den Treffpunkt eine halbe Stunde später. Die anderen warteten auf mich und hatten bereits Fahrkarten für die Weiterfahrt gekauft.
Am See suchten wir einen Platz im Schatten. Es war heiß, aber das Wasser war zunächst kälter als erwartet. Nur zwei Freunde gingen sofort schwimmen. Ich las ein Buch und ging erst am Nachmittag ins Wasser. Später holten wir Getränke an einem kleinen Kiosk. Unser Essen hatten wir von zu Hause mitgebracht, weil die Auswahl am See teuer war.
Vor dem Ausflug hatten wir noch überlegt, ein Boot zu mieten. Am See war die Warteschlange dafür jedoch lang, und wir beschlossen, lieber am Ufer zu bleiben. Eine Freundin brachte ein Kartenspiel mit, das wir im Schatten spielten. Zwischendurch gingen immer wieder einzelne Personen ans Wasser. So konnte jeder den Tag auf seine Weise genießen, ohne dass wir ständig als ganze Gruppe zusammenbleiben mussten.
Vor der Rückfahrt sammelten wir unseren Abfall ein. Dabei fanden wir auch eine leere Flasche, die nicht uns gehörte. Wir warfen sie ebenfalls weg. Am Abend war ich müde und hatte etwas Sonnenbrand auf den Schultern. Beim nächsten Ausflug nehme ich mehr Sonnencreme mit. Den Tag möchte ich trotzdem gern wiederholen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Freunde verabredeten sich am Bahnhof. — Richtig
1. Niemand aus der Gruppe hatte ein Auto.
2. Der Zug der Person im Text fiel wegen Personalmangels aus.
3. Die anderen Freunde fuhren ohne die Person im Text weiter.
4. Alle gingen sofort nach der Ankunft schwimmen.
5. Die Gruppe kaufte ihr gesamtes Essen am Kiosk.
6. Die Person im Text hält den Ausflug trotz der kleinen Probleme für gelungen.
Modell 18: Eine neue Sprache im Alltag
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Eine neue Sprache im Alltag
Seit einem halben Jahr lerne ich Italienisch in einem Abendkurs. Jeden Montag treffen wir uns in einer kleinen Gruppe. Anfangs konnte ich nur wenige Wörter sagen. Unsere Lehrerin ermutigte uns, auch mit Fehlern zu sprechen. Zu Hause übte ich zusätzlich mit kurzen Hörtexten. Für lange Hausaufgaben hatte ich unter der Woche selten Zeit.
Im Sommer besuchte ich einen Freund in Norditalien. Im Café bestellte ich den Kaffee selbst auf Italienisch. Der Kellner verstand mich, obwohl ich sehr langsam sprach. Später wollte ich am Bahnhof eine Fahrkarte kaufen. Dafür musste ich nachfragen, weil ich die Antwort am Schalter zuerst nicht verstand. Eine ältere Frau in der Schlange half mir, den richtigen Zug zu finden.
Mein Freund sprach auf der Reise meistens normal schnell. Wenn ich etwas nicht verstand, wiederholte er es langsamer. Einmal bestellten wir zusammen in einer kleinen Bäckerei. Er ließ mich zuerst sprechen und half nur bei einem Wort. Das gab mir mehr Sicherheit als viele Übungen im Klassenzimmer. Trotzdem merkte ich, dass ich beim Hören noch mehr Übung brauche als beim Lesen.
Zurück zu Hause erzählte ich meiner Lehrerin von der Reise. Sie freute sich besonders darüber, dass ich Fragen gestellt hatte. Früher hätte ich aus Angst einfach auf Englisch gewechselt. Jetzt höre ich regelmäßig italienische Nachrichten für Lernende. Ich verstehe noch lange nicht jedes Wort, aber ich erkenne immer mehr Ausdrücke. Im nächsten Jahr möchte ich meinen Freund wieder besuchen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text besucht einen Italienischkurs. — Richtig
1. Der Kurs findet montags statt.
2. Zu Hause übte die Person im Text nur mit langen Schreibaufgaben.
3. Im Café verstand der Kellner die Bestellung, obwohl die Person im Text langsam sprach.
4. Am Bahnhof verstand sie eine Antwort zunächst nicht.
5. Auf der Reise vermied die Person im Text jede schwierige Situation, indem sie sofort Englisch benutzte.
6. Die Lehrerin freute sich über die Fragen der Person im Text.
Modell 19: Ein Paket für die Nachbarin
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Paket für die Nachbarin
Am Dienstag klingelte ein Paketbote bei mir. Meine Nachbarin war nicht zu Hause, und ich nahm ihre Sendung an. Abends legte ich einen Zettel in ihren Briefkasten. Darauf schrieb ich, dass sie das Paket bei mir abholen konnte. Ich dachte, sie würde noch am selben Abend kommen.
Zwei Tage später stand die Sendung immer noch in meinem Flur. Ich traf die Nachbarin zufällig im Treppenhaus. Sie war gerade von einer kurzen Dienstreise zurückgekommen und hatte meinen Zettel noch nicht gesehen. Sie bedankte sich und fragte, ob sie das Paket erst nach dem Einkaufen holen dürfe. Natürlich war das kein Problem. Eine Stunde später klingelte sie mit einer kleinen Tüte Äpfel als Dankeschön.
Ich hatte das Paket zunächst neben meine Schuhe gestellt. Bald merkte ich, dass es dort im Weg stand, und rückte es an die Wand. Auf dem Zettel hatte ich auch meine Wohnungsnummer angegeben, damit die Nachbarin nicht im ganzen Haus suchen musste. Als sie später kam, erzählte sie, dass sie auf der Rückreise ihren Zug nur knapp erreicht hatte.
Beim Übergeben bemerkten wir, dass die Adresse auf dem Paket richtig war, der Vorname aber falsch geschrieben wurde. Trotzdem konnte sie anhand der Bestellnummer erkennen, dass es ihre Sendung war. Darin befanden sich neue Kopfhörer. Am Wochenende half sie mir dafür, eine schwere Kiste in den Keller zu tragen. Seitdem grüßen wir uns nicht nur, sondern unterhalten uns manchmal auch kurz.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text nahm ein Paket für eine Nachbarin an. — Richtig
1. Der Paketbote kam am Dienstag.
2. Die Person im Text befestigte den Zettel an der Wohnungstür der Nachbarin.
3. Die Nachbarin war während dieser Zeit auf einer Dienstreise.
4. Die Nachbarin holte das Paket sofort nach dem Gespräch im Treppenhaus ab.
5. Das Paket war trotz des Schreibfehlers für die Nachbarin bestimmt.
6. Am Wochenende trug die Nachbarin eine Kiste auf den Dachboden.
Modell 20: Der Schulflohmarkt
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Der Schulflohmarkt
In der Schule meiner Tochter fand im Mai ein Flohmarkt statt. Die Einnahmen sollten für neue Bücher in der Schulbibliothek verwendet werden. Eltern konnten Kleidung, Spiele und Bücher abgeben. Meine Tochter suchte zu Hause drei Spiele aus, mit denen sie nicht mehr spielte. Ein Buch wollte sie erst verkaufen, entschied sich dann aber, es zu behalten.
Am Samstag half ich zwei Stunden beim Aufbau. Wir stellten Tische in die Sporthalle, weil draußen Regen angekündigt war. Meine Tochter betreute mit einem Freund den Tisch mit den Spielen. Anfangs kamen nur wenige Besucher. Nach elf Uhr wurde es voller. Ein Vater organisierte Kaffee und Kuchen, den andere Eltern gebacken hatten. Gegen Mittag war eines unserer Spiele verkauft, die beiden anderen blieben liegen.
Die Kinder durften beim Aufstellen der Tische helfen, mussten schwere Kisten aber den Erwachsenen überlassen. Ein Lehrer erklärte, wie die Preise gekennzeichnet werden sollten. So konnten die Besucher auch dann stöbern, wenn gerade niemand am Tisch stand. Meine Tochter schrieb die Preisschilder für ihre Spiele besonders sorgfältig. Sie übte vorher mehrmals, damit die Zahlen gut zu lesen waren.
Am Ende kaufte ich selbst ein gebrauchtes Kinderbuch. Die Schule nahm insgesamt mehr Geld ein als erwartet. Nicht verkaufte Sachen durften die Familien wieder mitnehmen oder der Schule spenden. Meine Tochter spendete ihre beiden Spiele. Zu Hause sagte sie, dass ihr das Helfen mehr Spaß gemacht hatte als das Einkaufen. Im nächsten Jahr möchte sie wieder einen Stand betreuen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Das Geld vom Flohmarkt war für die Schulbibliothek gedacht. — Richtig
1. Der Flohmarkt fand im Mai statt.
2. Die Tochter gab auch das Buch zum Verkauf ab.
3. Die Tische wurden trotz der Regenvorhersage draußen aufgebaut.
4. Nach elf Uhr kamen weniger Besucher.
5. Am Schluss spendete die Tochter zwei nicht verkaufte Spiele.
6. Die Tochter möchte wieder mithelfen, obwohl sie nicht alle Spiele verkaufen konnte.
Modell 21: Ein Besuch im Museum
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Besuch im Museum
Meine Nichte interessierte sich plötzlich für alte Züge. Deshalb schlug ich vor, am Sonntag mit ihr in ein Verkehrsmuseum zu gehen. Ihr Vater wollte mitkommen, wurde aber krank. Wir fuhren zu zweit mit der Straßenbahn hin. An der Kasse erfuhren wir, dass Kinder unter zwölf Jahren keinen Eintritt bezahlen müssen.
Zuerst sahen wir uns historische Fahrkarten an. Meine Nichte fand sie langweilig und wollte gleich zu den großen Fahrzeugen. In einer Halle stand eine alte Lokomotive. Wir durften in den Führerstand steigen, mussten aber vorher eine kurze Führung abwarten. Die Mitarbeiterin erklärte, wozu die vielen Hebel dienten. Meine Nichte stellte mehrere Fragen und schrieb sich den Namen der Lokomotive auf, weil sie zu Hause mehr darüber lesen wollte.
In der Ausstellung gab es auch ein kleines Modell einer Stadtbahn. Meine Nichte drückte einen Knopf und beobachtete, wie der Zug durch einen Tunnel fuhr. An einer Wand konnte man hören, wie Bahnhöfe früher angesagt wurden. Diese Geräusche gefielen ihr fast so gut wie die große Lokomotive. Ich las die kurzen Erklärungen vor, wenn sie eine Frage hatte.
Nach zwei Stunden machten wir eine Pause im Museumscafé. Dort war es ziemlich voll, also aßen wir die mitgebrachten Brote draußen auf einer Bank. Auf dem Heimweg erzählte meine Nichte begeistert von der Lokomotive. Ihr Vater freute sich über die Fotos, die ich ihm schickte. Nächsten Monat möchten die beiden gemeinsam noch einmal hingehen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text besuchte mit ihrer Nichte ein Verkehrsmuseum. — Richtig
1. Der Vater der Nichte konnte wegen einer Krankheit nicht mitkommen.
2. Kinder unter zwölf Jahren mussten einen ermäßigten Eintritt bezahlen.
3. Die Nichte wollte vor allem die alten Fahrkarten sehen.
4. Vor dem Besuch des Führerstands mussten beide auf eine Führung warten.
5. Die beiden aßen im Museumscafé zu Mittag.
6. Obwohl der Vater den ersten Besuch verpasste, möchte er das Museum später selbst sehen.
Modell 22: Ein Wochenende auf dem Bauernhof
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Wochenende auf dem Bauernhof
Im Herbst besuchten wir Freunde, die seit Kurzem auf einem kleinen Bauernhof leben. Mein Sohn freute sich besonders auf die Tiere. Wir kamen am Freitagabend an und schliefen im Gästezimmer. Am nächsten Morgen war er schon um sechs Uhr wach. Unsere Freunde zeigten ihm zuerst die Hühner. Danach half er, frisches Wasser in die Ställe zu bringen.
Für das Frühstück holten wir Eier aus dem Hühnerstall. Mein Sohn dachte, dass alle Eier braun seien, und staunte über ein weißes. Später wollten wir Äpfel pflücken. Wegen eines starken Regenschauers blieben wir jedoch im Haus und backten einen Kuchen mit Äpfeln, die bereits am Vortag gesammelt worden waren. Am Nachmittag hörte der Regen auf, und wir gingen noch eine Runde über die Felder.
Unsere Freunde erzählten, dass auf einem Hof auch im Urlaub jeden Tag Arbeit anfällt. Jemand muss die Tiere füttern und nach ihnen sehen. Mein Sohn fand diese Aufgabe spannend, obwohl er am Samstag noch sehr müde war. Er fragte, ob die Hühner jeden Morgen zur gleichen Zeit aufstehen. Unsere Freunde lachten und erklärten ihm, dass das Licht im Stall dabei eine Rolle spielt.
Am Sonntag packten wir nach dem Mittagessen unsere Taschen. Mein Sohn wollte länger bleiben, weil er noch nicht alle Tiere gesehen hatte. Unsere Freunde luden uns für das Frühjahr erneut ein. Auf der Rückfahrt erzählte er, dass er zu Hause auch Hühner halten möchte. In unserer Wohnung ist das natürlich nicht möglich, aber wir können die Tiere wieder besuchen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Freunde der Familie leben auf einem Bauernhof. — Richtig
1. Die Familie kam am Freitagabend an.
2. Der Sohn blieb am Samstagmorgen im Gästezimmer, statt bei den Tieren zu helfen.
3. Alle Eier, die der Sohn sah, waren braun.
4. Wegen Regen konnten sie die geplanten Äpfel nicht pflücken.
5. Für den Kuchen pflückten sie trotz des Regens am selben Tag frische Äpfel.
6. Die Familie wird die Hühner eher wieder besuchen, als sie in der eigenen Wohnung zu halten.
Modell 23: Der erste Arbeitstag im Café
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Der erste Arbeitstag im Café
Nach meinem Umzug suchte ich einen Nebenjob und fand eine Stelle in einem kleinen Café. Am ersten Tag sollte ich um acht Uhr beginnen. Die Besitzerin zeigte mir zunächst, wo Tassen, Gläser und Servietten stehen. Anschließend erklärte sie mir die Kaffeemaschine. Ich durfte die Getränke noch nicht allein zubereiten, sondern sah einer erfahrenen Kollegin zu.
Gegen zehn Uhr kamen viele Gäste gleichzeitig. Ich nahm Bestellungen auf und brachte Kuchen an die Tische. Einmal verwechselte ich zwei Tischnummern. Die Kollegin bemerkte es rechtzeitig, bevor ich den Kuchen abstellte. Sie blieb freundlich und zeigte mir ein kleines System für die Bestellzettel. In der Mittagspause konnte ich mich kurz hinsetzen und etwas essen.
Die Kollegin gab mir außerdem den Rat, jede Bestellung gleich nach dem Aufnehmen aufzuschreiben. Wenn mehrere Gäste gleichzeitig reden, vergisst man leicht eine Kleinigkeit. Bei einer Familie bestellte ein Kind ein Glas Wasser zusätzlich zum Kuchen. Dieses Mal schrieb ich es sofort auf und brachte alles richtig an den Tisch. Das kleine Erfolgserlebnis machte den Nachmittag angenehmer.
Am Nachmittag war es ruhiger. Ich lernte, wie man am Ende des Tages die Tische reinigt und die Kühlschränke kontrolliert. Um vier Uhr war meine Schicht vorbei. Meine Füße taten weh, aber die Arbeit gefiel mir. Nächste Woche habe ich drei kürzere Schichten. Die Besitzerin sagte, dass ich nach einigen Tagen auch das Zubereiten einfacher Getränke üben darf.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text begann einen Nebenjob in einem Café. — Richtig
1. Der erste Arbeitstag begann um acht Uhr.
2. Schon am ersten Tag bereitete sie alle Getränke allein zu.
3. Die Verwechslung der Tischnummern fiel erst nach dem Servieren auf.
4. Am Nachmittag gab es weniger Gäste als am Vormittag.
5. Die Schicht endete erst um sechs Uhr.
6. Die Person im Text darf anfangs keine Getränke allein zubereiten, soll es aber später üben.
Modell 24: Eine Wanderung mit Karte
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Eine Wanderung mit Karte
Letzten Sonntag machte ich mit meinem Freund eine Wanderung in einem Waldgebiet. Auf meinem Handy hatte ich eine Strecke gespeichert, aber der Akku war nur halb voll. Mein Freund nahm deshalb zusätzlich eine Papierkarte mit. Wir starteten um neun Uhr an einem kleinen Bahnhof und folgten zunächst den gelben Wegzeichen.
Nach etwa einer Stunde kamen wir an eine Kreuzung. Das nächste Zeichen fehlte, und mein Handy hatte keinen Empfang. Auf der Karte fanden wir einen anderen Weg zum Aussichtspunkt. Er war etwas länger, führte aber an einem Bach entlang. Dort machten wir eine Pause und füllten unsere Wasserflaschen an einem öffentlichen Brunnen auf. Am Aussichtspunkt sahen wir das Tal und machten einige Fotos.
Auf der Papierkarte zeigten wir mit dem Finger auf unseren Standort und suchten nach dem Namen des Aussichtspunkts. Die Karte zeigte auch einen Parkplatz, den wir unterwegs tatsächlich sahen. Das half uns zu prüfen, ob wir richtig gingen. Mein Freund erklärte, dass er auf Wanderungen nie nur ein einziges Hilfsmittel mitnimmt. Nach diesem Tag verstand ich seinen Rat besser.
Für den Rückweg wollten wir den kürzeren Weg nehmen. Diesmal waren die Zeichen deutlich zu sehen. Wir erreichten den Bahnhof rechtzeitig für den Zug um 15 Uhr. Unterwegs merkten wir, dass wir unsere Brote zu Hause vergessen hatten. Zum Glück gab es am Bahnhof einen kleinen Laden. Mein Freund kaufte zwei belegte Brötchen. Bei der nächsten Wanderung packen wir das Essen schon am Abend vorher ein.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die beiden nahmen eine Papierkarte mit. — Richtig
1. Die Wanderung begann an einem Bahnhof.
2. Am Anfang folgten sie blauen Wegzeichen.
3. An der Kreuzung funktionierte die Orientierung mit dem Handy problemlos.
4. Der andere Weg zum Aussichtspunkt war länger.
5. In der Pause am Bach aßen sie ihre mitgebrachten Brote.
6. Die Papierkarte war nützlich, weil ein Wegzeichen fehlte und das Handy keinen Empfang hatte.
Modell 25: Ein Kurs in Erster Hilfe
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Kurs in Erster Hilfe
Für meinen neuen Arbeitsplatz brauchte ich einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs. Die Anmeldung erledigte ich online. Der Kurs fand an einem Samstag in einem Raum der Volkshochschule statt und dauerte von neun bis siebzehn Uhr. Ich dachte zuerst, dass wir hauptsächlich zuhören würden. Stattdessen mussten wir fast von Anfang an selbst üben.
Die Kursleiterin zeigte uns, wie man Hilfe ruft und einer verletzten Person einfache Fragen stellt. Danach übten wir zu zweit verschiedene Situationen. Bei einer Übung vergaß ich zunächst, meinen eigenen Standort am Telefon deutlich zu nennen. Meine Partnerin erinnerte mich daran. In der Mittagspause sprachen wir darüber, wie unterschiedlich man in einer echten Notlage reagieren könnte.
Einige Teilnehmer hatten schon früher einen solchen Kurs besucht und kannten viele Begriffe. Ich war anfangs etwas unsicher, weil für mich alles neu war. Die Leiterin sagte jedoch, dass Fragen ausdrücklich erwünscht seien. Sie ließ jede Gruppe ihre Übung in ihrem eigenen Tempo machen. Dadurch traute ich mich, einen Schritt zu wiederholen, den ich beim ersten Mal nicht verstanden hatte.
Am Nachmittag wiederholten wir die wichtigsten Schritte. Wir durften Fragen stellen, bis uns die Reihenfolge klar war. Am Ende bekamen alle eine Teilnahmebescheinigung. Zu Hause legte ich sie zu meinen Arbeitsunterlagen. Der Kurs war anstrengender als erwartet, aber ich fand die praktischen Übungen hilfreich. Ich hoffe natürlich, dass ich das Gelernte nie in einer ernsten Situation brauche. Trotzdem fühle ich mich jetzt besser vorbereitet.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text brauchte den Kurs für ihren Arbeitsplatz. — Richtig
1. Die Anmeldung für den Kurs erfolgte online.
2. Der Kurs endete bereits um fünfzehn Uhr.
3. Die Teilnehmenden hörten nur zu und machten keine Übungen.
4. Bei einer Übung nannte die Person im Text ihren Standort zuerst nicht deutlich genug.
5. Am Ende bekamen nur einige Teilnehmende eine Bescheinigung.
6. Die Person im Text fand den Kurs nützlich, obwohl er anstrengender war als gedacht.
Modell 26: Die neue Wohnung im Dachgeschoss
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Die neue Wohnung im Dachgeschoss
Seit drei Monaten wohne ich in einer Wohnung unter dem Dach. Sie ist kleiner als meine alte Wohnung, hat aber einen schönen Blick über die Stadt. Vor dem Einzug machte ich mir Sorgen wegen der vielen Treppen. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Nur wenn ich schwere Einkäufe trage, wünsche ich mir einen Aufzug.
Im Sommer wurde es an manchen Nachmittagen sehr warm. Ich lernte schnell, morgens zu lüften und die Fenster später zu schließen. Mein Nachbar zeigte mir außerdem, wie man die Sonnenrollos richtig benutzt. Im Winter ist die Wohnung tagsüber angenehm hell. Ich habe meinen Schreibtisch direkt ans Fenster gestellt und arbeite dort gern.
Beim Einzug waren meine Bücher in vielen kleinen Kartons verpackt. Die Treppen waren dadurch etwas leichter zu schaffen, aber ich musste oft hinauf und hinunter gehen. Zwei Freunde halfen mir dabei. Als wir fertig waren, saßen wir auf dem Boden und aßen Pizza. Damals sah die Wohnung noch leer aus. Mit den Pflanzen und dem Schreibtisch wirkt sie inzwischen viel wohnlicher.
Am meisten gefällt mir der kleine gemeinsame Dachgarten. Zuerst dachte ich, er sei nur für die Wohnung nebenan. Dann erklärte mir die Hausverwaltung, dass alle Bewohner ihn benutzen dürfen. Letzte Woche pflanzten meine Nachbarin und ich dort Blumen. Wir mussten vorher fragen, welche Beete frei sind. Jetzt gehe ich nach der Arbeit manchmal hinauf und lese ein paar Seiten in meinem Buch.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text wohnt seit drei Monaten unter dem Dach. — Richtig
1. Die neue Wohnung ist kleiner als die frühere.
2. Nach drei Monaten stören die vielen Treppen die Person im Text in keiner Situation mehr.
3. Im Sommer öffnet sie die Fenster vor allem am heißen Nachmittag.
4. Ihr Schreibtisch steht direkt am Fenster.
5. Nur die Nachbarwohnung darf den Dachgarten nutzen.
6. Weil der Dachgarten gemeinsam genutzt wird, konnten die beiden nicht einfach irgendein Beet bepflanzen.
Modell 27: Ein Besuch bei der Großmutter
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Besuch bei der Großmutter
Meine Großmutter wohnt in einer anderen Stadt. Früher besuchte ich sie meistens nur an Feiertagen. Im Frühjahr nahm ich mir vor, häufiger hinzufahren. An einem Samstag fuhr ich mit dem Regionalzug zu ihr. Ich brachte einen selbst gebackenen Kuchen mit, der unterwegs leider etwas zerbrach.
Meine Großmutter freute sich trotzdem. Nach dem Kaffee zeigte sie mir alte Fotos aus ihrer Jugend. Auf einem Bild stand sie vor einem kleinen Kino, in dem sie früher gearbeitet hatte. Ich hatte diese Geschichte noch nie gehört. Später gingen wir zusammen einkaufen. Sie kennt im Viertel viele Menschen und blieb unterwegs mehrmals stehen, um mit Bekannten zu sprechen. Deshalb waren wir länger unterwegs als geplant.
Beim Anschauen der Fotos fragte ich meine Großmutter nach den Menschen neben ihr. An einige Namen erinnerte sie sich sofort, bei anderen musste sie überlegen. Sie holte ein kleines Notizbuch, in dem alte Adressen standen. Wir schrieben die Geschichten auf, damit sie nicht verloren gehen. Ich möchte beim nächsten Besuch auch ein Fotoalbum mitbringen, das bei meinen Eltern liegt.
Am Abend kochten wir gemeinsam. Ich wollte schon um sieben Uhr zum Bahnhof gehen, aber mein Zug fiel aus. Der nächste fuhr erst eine Stunde später. So konnten wir noch ein Spiel machen. Als ich schließlich zu Hause ankam, schickte ich ihr eine kurze Nachricht. Für meinen nächsten Besuch haben wir schon einen Termin gefunden. Dann möchte ich weitere Fotos sehen und die Geschichte vom Kino genauer hören.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Person im Text besuchte ihre Großmutter mit dem Zug. — Richtig
1. Die Großmutter lebt in einer anderen Stadt.
2. Der mitgebrachte Kuchen zerbrach unterwegs ein wenig.
3. Die Großmutter hatte früher in einer Bäckerei gearbeitet.
4. Beim Einkaufen traf die Großmutter mehrere Bekannte.
5. Die Person im Text konnte den ursprünglich geplanten Zug nehmen.
6. Durch den Zugausfall hatten beide unerwartet noch Zeit für ein Spiel.
Modell 28: Ein Lauf für einen guten Zweck
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Lauf für einen guten Zweck
Unsere Firma organisierte im September einen Lauf für einen guten Zweck. Für jede gelaufene Runde sollte Geld an ein Jugendzentrum gespendet werden. Ich laufe normalerweise nur selten und wollte zuerst nicht teilnehmen. Eine Kollegin schlug vor, die Runden gemeinsam und ohne Zeitdruck zu schaffen. So meldete ich mich doch an.
Am Morgen des Laufs war es kühl. Nach dem Start lief meine Kollegin etwas schneller als ich. Sie wartete nach der ersten Runde auf mich, und danach fanden wir ein gemeinsames Tempo. Am Rand der Strecke standen Kollegen mit Wasser. Nach vier Runden brauchte ich eine Pause. Meine Kollegin lief noch zwei weitere Runden, während ich langsam zum Ziel ging. Dort bekamen alle Teilnehmenden eine kleine Urkunde.
Vor dem Lauf bekamen wir eine kurze Erklärung zur Strecke. Eine Runde führte um das Bürogebäude und durch einen kleinen Park. Freiwillige standen an zwei Stellen, damit niemand falsch abbog. Ich war froh, dass es keine feste Mindestzahl an Runden gab. So konnte jeder selbst entscheiden, wann er aufhört. Einige Kollegen gingen die Strecke sogar in gemütlichem Tempo.
Später erfuhren wir, dass insgesamt mehr Geld gesammelt worden war als im Vorjahr. Wie viel davon auf meine Runden entfiel, war mir nicht besonders wichtig. Ich war froh, überhaupt mitgemacht zu haben. Jetzt treffen meine Kollegin und ich uns einmal pro Woche zu einem kurzen Lauf. Für den nächsten Firmenlauf möchte ich vorher regelmäßiger trainieren.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Die Firma organisierte einen Spendenlauf. — Richtig
1. Das gesammelte Geld war für ein Jugendzentrum bestimmt.
2. Die Kollegin überzeugte die Person im Text, ohne Zeitdruck teilzunehmen.
3. Die Kollegin wartete erst nach der zweiten Runde auf die Person im Text.
4. Die Person im Text lief genauso viele Runden wie ihre Kollegin.
5. Nur besonders schnelle Teilnehmende erhielten eine Urkunde.
6. Der Lauf motivierte die Person im Text, auch danach regelmäßig zu laufen.
Modell 29: Der Tag ohne Strom
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Der Tag ohne Strom
An einem Montagmorgen fiel in unserer Straße der Strom aus. Ich bemerkte es, als die Kaffeemaschine nicht startete. Zuerst dachte ich, dass nur unsere Wohnung betroffen sei. Im Treppenhaus traf ich meinen Nachbarn. Auch bei ihm funktionierte nichts. Ein Mitarbeiter des Stromversorgers erklärte am Telefon, dass die Reparatur mehrere Stunden dauern könnte.
Ich arbeite normalerweise an diesem Tag von zu Hause. Ohne Internet konnte ich meine Aufgaben jedoch kaum erledigen. Ich rief im Büro an und fuhr mit dem Bus dorthin. Der Bus kam pünktlich, aber ich hatte die Zugangskarte für das Büro auf dem Küchentisch liegen lassen. Zum Glück war eine Kollegin bereits da und öffnete mir die Tür. Wir arbeiteten den Rest des Vormittags gemeinsam an einer Präsentation.
Im Büro stellte ich fest, dass ich einige Unterlagen auf meinem Computer zu Hause gelassen hatte. Die wichtigsten Dateien waren aber auch im gemeinsamen Arbeitsordner gespeichert. Damit konnten meine Kollegin und ich weiterarbeiten. Für eine Besprechung am Nachmittag benutzten wir ihren Bildschirm. Der unerwartete Ortswechsel war umständlich, doch die Präsentation wurde rechtzeitig fertig.
Am Nachmittag kam die Nachricht, dass der Strom in meiner Straße wieder da sei. Ich blieb trotzdem bis zum Ende meiner Arbeitszeit im Büro. Zu Hause funktionierte der Kühlschrank wieder. Das Essen darin war noch kalt. Am Abend legte ich die Zugangskarte gleich in meine Arbeitstasche. Beim nächsten Stromausfall möchte ich nicht noch einmal vor einer verschlossenen Bürotür stehen.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: In der Straße der Person im Text fiel der Strom aus. — Richtig
1. Die Kaffeemaschine funktionierte am Morgen nicht.
2. Der Nachbar hatte weiterhin Strom in seiner Wohnung.
3. Die Person im Text konnte ohne Internet ihre Arbeit zu Hause problemlos fortsetzen.
4. Eine Kollegin öffnete ihr die Bürotür.
5. Am Nachmittag fuhr die Person im Text sofort nach Hause.
6. Sie legt die Zugangskarte künftig bewusst in die Arbeitstasche, damit sie bei einer Fahrt ins Büro darauf zugreifen kann.
Modell 30: Ein Foto für den Kalender
Arbeitszeit: etwa 10 Minuten. Lies den Text und entscheide, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Ein Foto für den Kalender
Unser Sportverein wollte einen Kalender mit Bildern aus der Umgebung machen. Jedes Mitglied durfte zwei Fotos einschicken. Ich fotografiere gern, hatte aber noch nie an einem Wettbewerb teilgenommen. An einem frühen Sonntagmorgen ging ich zum Fluss, weil dort das Licht besonders schön ist.
Zuerst machte ich ein Bild von der Brücke. Auf dem Bildschirm sah es zu dunkel aus. Ich wartete, bis die Sonne höher stand, und versuchte es erneut. Dabei kam ein Radfahrer ins Bild. Dieses zweite Foto gefiel mir besser, weil der Weg darauf lebendiger aussah. Mein anderes Foto zeigte eine Wiese hinter dem Bahnhof. Ich schickte beide Bilder am Montagabend per E-Mail an den Verein.
Eine Woche später erfuhr ich, dass das Foto mit dem Radfahrer für den Monat Mai ausgewählt worden war. Für die Wiese gab es keinen Platz im Kalender. Ich bekam keinen Preis, aber ein kostenloses Exemplar. Im Dezember verschenkte ich den Kalender an meinen Vater. Er fragte sofort, ob ich den Radfahrer kenne. Ich musste lachen: Der Mann war zufällig vorbeigefahren, und wir hatten nie miteinander gesprochen.
Mein Vater hängte den Kalender in seine Küche. Bei meinem nächsten Besuch blätterten wir gemeinsam durch die Monate und sahen uns die Orte an, die andere Mitglieder fotografiert hatten. Besonders gefiel ihm ein Winterbild mit Schnee auf den Dächern. Ich erzählte ihm, dass der Verein für jede Jahreszeit ein passendes Motiv gesucht hatte. Seitdem sehe ich mein Foto jedes Mal an seiner Küchenwand, wenn ich ihn besuche.
Aussagen 1–6
Beispiel 0: Der Sportverein plante einen Kalender. — Richtig
1. Jedes Mitglied durfte zwei Fotos einsenden.
2. Das erste Brückenfoto war der Person im Text zu hell.
3. Das zweite Foto zeigte auch einen Radfahrer.
4. Beide eingeschickten Fotos kamen in den Kalender.
5. Die Person im Text musste den Kalender selbst kaufen.
6. Das Foto mit dem Radfahrer war nicht vorher mit ihm abgesprochen.
Häufige Fragen
Wie viele Aufgaben hat ein Modell?
Jedes Modell enthält einen Blogtext, ein gelöstes Beispiel und sechs bewertete Richtig/Falsch-Aussagen.
Wie lange sollte ich üben?
Plane ungefähr zehn Minuten pro Modell ein. Nimm dir danach Zeit, die Begründungen und die Stellen im Text zu vergleichen.
Sind das offizielle Goethe-Aufgaben?
Nein. Alle Texte und Aussagen sind eigenständig verfasste Übungsaufgaben im Format von Lesen Teil 1 für das Niveau B1.




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